Bauleistungsbeschreibung

Allgemeine Bau-, Material- und Leistungsbeschreibung

(Stand Januar 2018)

I. Baubetreuung
1.1. Planung, Bauantrag, Bauleitung

Wir planen Ihr Bauvorhaben einschließlich Erstellung der erforderlichen Bauzeichnungen und der Statik und fertigen den Bauantrag nach den Bestimmungen der jeweils gültigen Landesbauordnung (LBO). Wir erstellen eine Wärmeschutzberechnung laut geltender EnEV.

1.1.1. Prüfstatik

Die von uns gelieferte Statik ist im Land Brandenburg von der Bauherrschaft bei einem Prüfstatiker in Auftrag zu geben. Die Statik wird direkt von unserem Statiker an den Prüfstatiker übermittelt. Eventuelle durch den Prüfstatiker erfolgten Änderungen in der Statik, die Mehraufwendungen entgegen unserem Angebotspreis erforderlich machen, müssen mit der Bauherrschaft vorab besprochen werden und können Zusatzkosten verursachen.

1.2.

Während der gesamten Planungs- und Bauphase stehen wir für technische Fragen zur Verfügung. Unser Fachbauleiter übernimmt die Bauleitung Ihres Bauvorhabens.

1.3.

Vor Baubeginn ist durch den Bauherrn eine Baugrunduntersuchung / Bodengutachten zu veranlassen, und dem AN zur Verfügung zu stellen.


II. Bauausführung
1. Erdarbeiten

Nach Erhalt der Baugenehmigung und vor Beginn der Erdarbeiten wird mit dem beauftragten Bauleiter ein Bauanlaufgespräch geführt und das Grundstück gemeinsam besichtigt, Besonderheiten besprochen und dokumentiert.

1.1.

Grobabsteckung/Fein-Absteckung und höhenmäßiges Festlegen des Baukörpers durch einen vom Bauherrn beauftragten, öffentlich bestellten Vermessungsingenieur. Die Koordinierung erfolgt durch den Fachbauleiter.

1.2.

Abschieben des Mutterbodens im Bereich des Baukörpers. Getrennte Lagerung vom übrigen Bodenaushub auf dem Baugrundstück zur Verwendung durch den Bauherrn. Ausheben der Baugrube, seitliche Lagerung zur späteren Verfüllung der Arbeitsräume. Die Leistung gilt für die Bodenklasse 1 bis 4 gemäß DIN 18300. Bei Gebäuden mit Streifenfundamenten und Bodenplatte ohne Keller beträgt die Gesamttiefe des Bodenaushubes 30 cm, der einzubringende Kiesunterbau beträgt ca. 40 cm inkl. eines Verdichtungsnachweises. Bei Beginn der Erdbauarbeiten ist die unbedingte Anwesenheit mindestens eines Auftraggebers erforderlich, um eventuelle aus dem vorliegenden Bodengutachten nicht voraussehbaren Mehraufwendungen direkt vor Ort gemeinsam zu besprechen und abzuklären. Somit besteht die Möglichkeit, ohne großen Zeitverzug die Arbeiten fortzusetzen und die sonst entstehen Kosten für Ausfallzeiten auszuschließen. Ausheben der erforderlichen Fundamentgraben bei nicht unterkellerten oder teil-unterkellerten Gebäuden, Kelleraußeneingängen und Garagen. Das Verbleiben bzw. der Abtransport des Aushubs der Streifenfundamente ist im Bau-Anlaufgespräch abzuklären. Maschinelles Verfüllen der Arbeitsräume mit dem vorhandenen Bodenaushub, wenn die Bodenqualität es zulässt, bis auf Höhe des ursprünglich vorhandenen Terrains mit anschließendem Grobplanum.

2. Fundamentplatte und Sohle

Fundamente und Sohlplatte entsprechend den in der statischen Berechnung ermittelten Abmessungen und Betongüten. Zur Gründung wird ein tragfähiger Baugrund ohne Schichten- und Grundwasser und ein ebenes Gelände vorausgesetzt. Die Tragfähigkeit des Baugrundes muss 0,20 MN/qm betragen. Die sichtbare Sockelhöhe des Kellers beträgt bis zu 1,00 m, bei Nichtunterkellerung bis zu 30 cm.


III. Maurer- und Betonarbeiten
3.1. Kellergeschoss

mit einer lichten Rohbauhöhe von ca. 2,25 m. Kelleraußenwände in 30 - 36,5 cm einschaligem Kalksandstein gemäß Statik und Zeichnung. Außenwandisolierung des im Erdreich liegenden Mauerwerks, mit einer Bitumendickbeschichtung gegen Bodenfeuchtigkeit und nicht drückendes Wasser in Anlehnung an die DIN 18195 Teil 4. Horizontalisolierungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit gemäß DIN 1053. Der sichtbare Sockel wird mit Buntsteinputz versehen. Eingangspodeste/Treppen und Kellerniedergänge sind im Standard nicht enthalten, können aber auf Wunsch mit vereinbart und ausgeführt werden. Die Kellerinnenwände werden gemäß Statik und Zeichnung in 11,5 - 24 cm einschaligem Kalksandstein oder Porenbeton erstellt. Kunststoffkellerfenster 100 x 60 cm in Zargenrahmen mit Isolierverglasung als Dreh-Kipp-Fenster. Kunststofflichtschächte mit verzinkten Gitterrostabdeckungen und Einbruchssicherungen Stahlbetondecke gemäß der statischen Berechnung.

3.2. Erdgeschoss

mit einer lichten Rohbauhöhe von ca. 2,75 m. Außenwandaufbau von außen nach innen: Normalformat-Vormauerziegel, Höhe 6,5 - 7,2 cm, Verblend-Steinauswahl 1000 Stück bis € 550,- inkl. MwSt., Verblendung im wilden Verband und gleichzeitiger Verfugung in Zement-Grau 17,5 - 24 cm Kalksandsteinmauerwerk , Porotonmauerwerk, oder Porenbetonmauerwerk, horizontale Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit bei nicht unterkellerten Gebäuden nach DIN und Werksvorschriften unter den Innen- und Außenwänden. Ganzflächige Belegung mit Bitumenschweißbahnen stoß-verklebt nach DIN. Stahlbetondecke (an den Stoßfugen gespachtelt) gemäß der statischen Berechnung, Innenwände aus Kalksandstein/Porenbeton oder Poroton (nach Statik). Sollte durch die Bauherrschaft ein Schornstein mit gekauft worden sein (wenn nicht bereits im Standard enthalten), beinhaltet dies folgende Leistungen:

  • einzügiger bzw. zweizügiger Schornstein (je nach Kauf) mit 90° Abgang Rauchrohr
  • mit interner Zuluft
  • verschindelter Schornsteinkopf
  • 2 x Trittrost für Schornsteinfeger
  • 1 x wärmegedämmtes GVT – Fenster für Austritt Schornsteinfeger
  • die eventuell vom Schornsteinfeger gewünschte Leiter ist durch die Bauherrschaft extra zu beauftragen bzw. in Eigenleistung zu erbringen
3.2.1. Alternativ

anstelle der Verblendschale und der Mineralwollisolierung: 36,5 cm Kalksandsteinmauerwerk, Porotonmauerwerk oder Porenbetonmauerwerk mit Putzfassade 2-lagig, das heißt, Grundputz 2-lagig/ca. 20 mm und Strukturputz (helle Farbtöne) als Silikatputz

3.2.2. Sockelbereich – bei Putzfassade

Im Sockel- bzw. Spritzwasserbereich des Hauses wird das Haus mit einer zugelassenen Dichtschlämme versehen.

3.3. Dachgeschoss

Ausbaufähig ab 38 Grad Dachneigung. Die lichte Rohbauhöhe unter waagerechten Decken beträgt ca. 2,60 m, Aufbau analog Erdgeschoss, jedoch ohne Stahlbetondecke, Aufbau der Giebelwände entsprechend dem Erdgeschoss<, Innenwände massiv (Standard) oder auf Wunsch im Trockenbau laut Werkvertrag, Wandstärken entsprechen statischen Erfordernissen.

3.4. Außenfensterbänke

Außenfensterbänke werden bei Klinkerbau an allen Fenstern als Rollschicht ausgeführt. Bei Putzbau bestehen die Außenfensterbänke aus Aluminium – Fensterbankprofilen. (Farbe Weiß)

Die Ausführung als Granitfensterbänke sind gegen Mehrpreis möglich, z.B. Bianco Sardo / Kristall 603 / Serico / Rosa Beta

Bodenstehende Terrassen- / Fensterelemente und Haustür erhalten keine Fensterbänke bei Putzfassade und keine Rollschichten bei Klinkerfassade.


IV. Zimmerarbeiten
4.1. Dachkonstruktion

Dachkonstruktion gemäß der statischen Berechnung passend zum Haustyp als Sparren-oder Sparrenpfettendach oder Fachwerkbinderkonstruktion.
Bauholz Güteklasse II, Schnittklasse A/ B Tauchimprägnierung mit einem anerkannten Holzschutzmittel.

4.2. Dachüberstände

Am Giebel ca. 25 - 30 cm, an der Traufe ca. 70 cm (je nach Haustyp). Die Unterseite ist mit einheitlich weiß (1x gestrichen) grundierten Nadelholzprofilbrettern verkleidet. Die Dachkästen werden geschlossen ausgeführt. Gewünschte sichtbare Sparren und Pfettenköpfe sowie offene Dachüberstände möglich, sind aber gesondert zu vereinbaren. Die umlaufenden Trauf- und Giebelstirnbretter werden mit ebenfalls weiß grundierten Glattkantbrettern verkleidet und werden nach Absprachen mit der Bauherrschaft, quer bzw. längs zur Fassade angebracht. Sollte am Haus ein Freisitz geplant sein, wird die untere Seite gedämmt und geputzt.

4.3. Spitzbodenleistung

Spitzbodenlaufsteg ca. 50 cm breit auf der Kehlbalkenlage mit Rauhspundbrettern.


V. Dacheindeckungs- und Klempnerarbeiten
5.1. Dacheindeckung

Dacheindeckung lt. Standard mit encobierten Tonziegeln (z.B. Creaton, Nelskamp) Dachlattung mit Konterlattung und Unterspannfolie, Farbe z.B. rot oder anthrazit. Zubehörteile wie Ortgänge, Firststeine, 1 x Dunstrohrstein + 1 x Antennenstein passend zu den Dachpfannen. Andere Dacheindeckungen sind gegen Aufpreis möglich.

5.2. Dachflächenfenster

VELUX - Dachflächenfenster MS06 (78 x 118 cm) sofern vertraglich vereinbart - mit Einbau von Lüftersteinen. Velux-Thermo-Star-Everfinish-Fenster – inklusive Dämm- und Anschluss-Set BDX

Einbau zwischen Dachsparren (ohne Wechsel), mittige Anordnung unter Umständen gegen Aufpreis, Innenverkleidung als Gipskartonabschrägung.

Enthalten im Typ :

  • 1x Kitzbühl
  • 1x Borgsdorf
  • 1x Königshorst 139
  • 1x Buchengrund
  • 1x Rosenstolz
  • 1x Blumberg
  • 1x Königsstolz
  • 1x Haus mit Einliegerwohnung
5.3. Dachrinnen

Dachrinnen und Fallrohre aus verzinktem Stahlblech. Notwendige Fallrohre bis Oberkante Gelände sind jeweils mit einer Regenfallrohrklappe montiert. Die Ableitung des Regenwassers ist Bauherrenleistung. Für Wasserschäden auf Grund der fehlenden Wasserableitung wird vom Auftragnehmer keine Haftung übernommen.


VI. Tischler- und Glaserarbeiten
6.1. Fenster

Fenster und Fensterelemente aus 6 Mehrkammer – Kunststoffprofilen. Rahmen und Flügel mit verdeckt liegenden Dreh-Kippbeschlägen und Gummidichtungen an der Isolier-Verglasung. Im Erdgeschoss und Dachgeschoss verfügen die Fenster und Terrassenelemente über eine einbruchshemmende Stahlkopfpilzverriegelung. Fenstersprossen gegen Aufpreis möglich. Innenliegende Landhaussprossen standardmäßig enthalten im:
"Königshorst 117"
"Königshorst 139"
"Buchengrund"
"Haus mit Einliegerwohnung"

6.2. Isolierschutzverglasung

Isolierschutzverglasung aller Fenster und Fensterelemente.

6.3. Haustür

Haustür aus hochwertigem Kunststoff (Weiß) z. B. Füllung von Rodenberg, mit Zylindersicherheitsschloss, 3 Schlüsseln und mit WK 2 geprüftem Automatikgetriebe (versicherungsbestätigt), Sicherheitsdrückergarnitur und Füllung zum Gesamtpreis (inkl. MwSt. und Montage) / Glas aus Persol Bronze
- von € 1800,- für einflügelige Tür mit Seitenteil
- von € 1300,- für einflügelig Tür.

6.4. Innentüren

Die Türblätter und Zargen werden in stabiler Ausführung als Dekor-Röhrenspantüren und einer dreiseitigen Gummilippendichtung eingebaut. Es kann zwischen Eiche hell, Buche, Esche gewählt werden.
Drückergarnituren messingfarben. Türbreiten entspr. Bauzeichnung.
Die Keller-Innentüren entsprechen den Innentüren im EG und DG.
1 x Türblatt mit Lichtausschnitt inkl. Ornament Verglasung (Chinchilla alt – deutsch oder Silvit weiß) ist im Standard bei jedem Haustyp enthalten.


VII. Innenputz

Alle massiven Innen- und Außenwände werden mit Gipsputz (Dünnbettputz) inklusive der erforderlichen Eckschutzschienen versehen.
Die Fensterleibungen werden ebenfalls mit Gipsputz ausgeführt.
Die Stöße der EG-Deckenplatten werden vorgespachtelt. Q2 Qualität


VIII. Dachgeschossausbau (ohne Spitzboden)

Mineralwolldämmung in den Dachschrägen, der Kehlbalkendecke und in den Abseiten entsprechen der gültigen ENEV
Innenliegende Dampfsperre, Innenverkleidung mit 12,5 mm Gipsplatten auf Metallunterkonstruktion
Bodentreppe (ohne Wechsel) als wärmegedämmte Einschubtreppe Typ Wellhöfer.
Die Spachtelung des Trockenbaus erfolgt in tapezierfähiger Qualität (Q 2). Sollte eine malerfertige Spachtelung von der Bauherrschaft gewünscht werden, ist diese gesondert zu vereinbaren.


IX. Innentreppen
9.1. Kellertreppe

Kellertreppe - falls vorhanden - als Massivholztreppe

9.2. Erdgeschosstreppe

Ausführung der Erdgeschosstreppe als viertelgewendelte und endbehandelte Tischlerwangentreppe bzw. Patent Treppenmeister aus Buche massiv, Geländer inkl. Handlauf aus gleichem Material. Eventuell notwendige Brüstungen / Deckenrandverkleidungen aus Holz sowie andere Ausführungen gegen Aufpreis.


X. Elektroinstallation
10.1. Allgemein

Installation gemäß den Bestimmungen und Richtlinien der VOB, DIN und VDE. Zählertafel mit Verbindungsleitungen und Verteilerleitungen, mit Sicherungsautomaten im Hausanschlussraum, Verlegung der Leitungen in den ausgebauten Geschossen unter Putz, in den Kellerräumen und im Dachboden als Feuchtraumausführung sichtbar. Fabrikat Busch / Jäger (Rahmenprogramm) oder qualitativ gleichwertig (Standard – Weiß)

Kellergeschoss

Je Raum : - 1 Ausschaltung mit DA
- 1 Steckdose am Schalter
Ausführung auf Putz

Erdgeschoss

Heizraum oder Wirtschaftsraum
Eine Ausschaltung mit 1 DA -WA
(DA = Deckenauslass, WA = Wandauslass)
Eine Steckdose, einfach
Zwei Steckdosen, einfach
Komplette Verdrahtung der Heizungsanlage

Diele

Eine Außenleuchtenleitung mit der Ausschaltung an der Hauseingangtür
Eine Steckdose am Schalter
Eine Klingelanlage mit Messingtaster und Gong
Ein WA mit Wechselschaltung, ohne Beleuchtungskörper

Gäste-WC

Eine Ausschaltung mit Wandauslass oder Deckenauslass
Eine Steckdosen, einfach
Eine Steckdose am Schalte

Küche

Eine Ausschaltung mit 1 WA-DA
Eine E-Herd-Zuleitung Anschlüsse für Dunstabzugshaube, Geschirr-Spüle und Kühlschrank
Drei Doppelsteckdose
Eine Steckdose am Schalter

Wohnen

Eine Serienschaltung mit zwei DA
Eine Steckdose am Schalter
Eine Antennenleitung mit Antennendose
Drei Steckdosen, einfach
Zwei Steckdosen, zweifach
Eine TAE-Telefondose mit Leitung (4 x 2) oder anderes

Außenbereich

Eine Steckdose einfach, abschaltbar von innen
Eine Außenleuchtenleitung mit Ausschalter an der Terrasse

10.2. Dachgeschoss

Kinderzimmer/Gästezimmer/Arbeitszimmer
Eine Ausschaltung mit 1 WA oder DA
Eine Steckdose am Schalter
Zwei Steckdosen, zweifach

Eltern

Eine Ausschaltung mit 1 Wand – o- Deckenauslass
Eine Steckdose am Schalter
Drei Steckdosen, zweifach

Bad

Eine Ausschaltung mit 1 Wand – oder Deckenauslass
Eine Steckdose, zweifach
Dachboden
Eine Feuchtraum-Ausschaltung
Eine Feuchtraum-Steckdose am Schalter

Flur

Eine Kreuzschaltung
Anordnung und eventuell weitere gewünschte Leistungen vereinbaren Sie mit dem von uns beauftragten Elektriker bei der Besprechung vor Installationsbeginn.


XI. Sanitärinstallation
11.1. Rohrleitungen

Warm- und Kaltwasserleitungen nach den gültigen Regeln der Bautechnik. Entwässerungsleitungen aus Kunststoff in den erforderlichen Querschnitten, Durchgang der Schmutzwasserleitungen oberhalb der Kellersohle. Bei Nichtunterkellerung unterhalb der Platte im Erdreich. Schmutzwasserleitung bis max. 20 cm außerhalb des Baukörpers = Übergangspunkt. Ver- und Entsorgungsleitungen im Haus werden entsprechend den Auflagen der örtlichen Versorgungsunternehmen verlegt. Ein Klarfilter ist im Lieferumfang enthalten. Abflussrohre werden über Dach entlüftet. Die Hausanschlussleitung inkl. Wasseruhr mit den notwendigen KVR-Ventilen und der Traverse ist vom Bauherrn über das örtliche Wasserversorgungsunternehmen zu beantragen und kann durch die Bauleitung von "Fandrich Massivhaus" unterstützt werden.

11.2. Keller-Anschlussraum, Hauswirtschaftsraum oder Küche im EG

1 Stück Wasseranschluss an der Wasseruhr für Hausversorgung und Heizung
1 Stück Waschmaschinenanschluss der Rückstau-Ebene mit Wasserhahn und Abflussleitung

11.3. Küche

Kalt- und Warmwasserzuleitung mit Eckventilen zum Anschluss an die vom Bauherr zu liefernde Küchenarmatur. Anschlussmöglichkeiten für einen Geschirrspüler.

11.4. Gäste-WC

1 Stück Porzellan-WC-Becken Weiß Keramag oder gleichwertig wand-hängend mit integriertem PVC-Spülkasten mit Spartaste, PVC - Sitz Weiß, 1 Stück Handwaschbecken, Weiß 45 cm groß, mit Einhebelmischbatterie.

11.5. Bad

1 Stück Porzellan-WC-Becken Weiß Keramag oder gleichwertig wand-hängend mit integriertem PVC-Spülkasten mit Spartaste, PVC-Sitz Weiß, 1 Stück Waschtisch, Weiß 65 cm groß, mit Einhebelmischbatterie, 1 Stück emaillierte Stahlblecheinbaubadewanne Weiß, Kaldewei oder gleichwertig, 3,5 mm Materialstärke, 170 cm x 75 cm in Styroporwannenträger auf dem Estrich stehend, Aufputz-Einhebelwannenfüll - und Brausearmatur, 1 Stück emaillierte Einbauduschwanne weiß (Kaldewei oder gleichwertig) 90 x 90 cm in Styroporwannenträger auf dem Estrich stehend, mit Aufputz-Einhebelduscharmatur, Wandstange und Schlauchbrause, ohne Duschabtrennung.

11.6. Außen

1 Stück Gartenzapfstelle mit Morathermventil, selbstentleerend (Frostschutz)
> Montage des Außenwasserhahnes an der Außenwand des HWR
Allgemeines : Eventuell erforderliche Hebeanlagen, Pumpen, usw. sind nicht im Festpreis enthalten.


XII. Heizung
12.1.

Lieferung und Montage einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung – Anzahl der Kollektoren richtet sich nach nach Wohnflächenzahl / Größe des jeweiligen Hauses

12.2. Allgemein

Einbau einer Brennwerttherme mit Warmwasserspeicher
210 Litern Inhalt + 1 x Zirkulationsleitung
und schornsteinlosem Abluftsystem von einem geeigneten EG-Raum (HWR, WC oder Küche) durch die Dachhaut oder die Außenwand mit witterungsgeführter Regelung für Heizwassertemperatur, Nachtabsenkung durch Schaltuhr. Außentemperaturfühler, Frostschutzprogramm und Sommerbetrieb. Fabrikat Junkers, Vaillant , Buderus ,Wolf oder qualitativ gleichwertig. Die Leistung errechnet sich aus der zu erstellenden Wärmebedarfsberechnung für das Gebäude. Flachheizkörper (Größen nach Wärmebedarfsrechnung) mit Thermostatventilen

12.3. Rohrleitungen

Alle Rohrleitungen der Heizung werden nach DIN ausgeführt, falls erforderlich und möglich, isoliert. Die Verlegung erfolgt auf den Rohdecken der einzelnen Geschosse.

12.4.

Fußbodenrücklauferwärmung in Küche, Bad ersetzt nicht den Heizkörper (also ebenfalls vorhanden).


XIII. Estricharbeiten
13.1. Kellergeschoss

Sämtliche Räume erhalten einen schwimmenden Zementestrich entsprechend der gültigen ENEV mit glattgeriebener Oberfläche.

13.2. Erdgeschoss

Sämtliche Räume erhalten schwimmenden Zementestrich mit Wärmedämmung nach DIN und EnEV. Die Oberfläche wird geglättet.

13.3. Dachgeschoss

Sämtliche ausgebaute Räume erhalten schwimmenden Zementestrich, Trittschalldämmung nach DIN. Die Oberfläche wird geglättet.


XIV. Fliesenarbeiten
  • rechtwinklige Verlegung von Normalformat-Fliesen im Dünnbettverfahren, Wand 15/20 oder 20/30 cm, Bodenfliesen 30 x 30 cm
  • fliesengerechtes Verkleiden der Ver- und Entsorgungsleitungen sowie das Einfliesen der Objekte (z.B. Badewanne / Duschwanne / Hinterwandinstallation der Toilettenbecken und notwendige Verkleidungen) ist in den Fliesenarbeiten enthalten.
  • Fliesenauswahl durch Bauherren (Materialpreis € 20,00 / qm inkl. MwSt. und Kleinmaterial)
  • Diagonalverlegung der Fliesen gegen Mehrpreis möglich
  • Verfugung der Wandfliesen Hellgrau, der Bodenfliesen in Grau
  • Setzen von Messingschienen im Türbereich vor Übergang zu anderen Bodenbelägen
Silikonfugen sind Wartungsfugen und unterliegen nicht der Gewährleistung!

Info:
werden die Fliesenarbeiten in Eigenleistung durch die Bauherrschaft ausgeführt, sind die Verkleidungen der wandhängenden Sanitärelemente ebenfalls in den Eigenleistungen enthalten

14.1. Küche

Fliesen im Bereich der Arbeitsplatte ca. 60 cm hoch. (ca. 4 m²)
Keramische Bodenfliesen
Fensterbank – mit Fliesen belegt (Standard)

14.2. Gäste-WC

Wandfliesen ca. 1,50 m hoch.
Keramische Bodenfliesen
Fensterbank – mit Fliesen belegt (Standard)

14.3. Bad

Türhohe umlaufende Verfliesung/ohne Dach-Schrägen
Keramische Bodenfliesen
Fensterbank – mit Fliesen belegt (Standard)

14.4. Windfang / Diele / HWR

Keramische Bodenfliesen.

14.5. Fliesensockelleisten

Räume ohne Wandfliesen erhalten einen aus der Bodenfliese geschnittenen ca. 8 cm hohen umlaufenden Fliesensockel. Die sichtbare Fliesenkante ist im Zuge der Malerarbeiten behandeln zu streichen.

14.6. Innenfensterbänke

Innenfensterbänke bestehen aus 2 cm starkem Jura-Marmor Gelb
Versieglung der Innen- und Außenfensterbänke mit dauerelastischen Fugenmaterial. Marmor und Granit sind Naturprodukte. Eventuell auftretende Farb- und Musterabweichungen sind naturbedingt und kein Reklamationsgrund.
werden die Innenfensterbänke durch die Bauherrschaft eingebaut, so sind diese an der Oberfläche durch geeignete Maßnahmen (z.B. Abkleben) zu schützen.
Für eventuelle Beschädigungen besteht keine Haftung durch fandrich Massivhaus


XV. Textilbodenbeläge
- Eigenleistung -

Wenn vertraglich vereinbart, dann steht der Bauherrschaft ein Materialpreis von 15,50 € / qm zur Verfügung


XVI. Spachtelarbeiten

Die tapezierfähigen Spachtelarbeiten umfassen alle Arbeiten zur Ausspachtelung der Stöße im Trockenbau (auch Holzbalkendecke) und der tapezierfähigen Spachtelarbeiten an den Stößen der EG-Stahlbetondecke. Sollte durch die Bauherrschaft eine malerfertige Spachtelung oben genannter Arbeiten gewünscht werden, ist diese gesondert zu vereinbaren.


XVII. Malerarbeiten
- Eigenleistung -

Wenn vertraglich vereinbart, dann erhalten alle Räume (außer Fliesen) Rauhfaser Weiß


XVIII. Endarbeiten

Der anfallende Bauschutt für den Leistungsumfang des AN wird abgefahren und fachgerecht entsorgt. Das Haus wird besenrein übergeben.


XIX. Eigenleistung

Eigenleistungen durch den Bauherrn sind gewerkemäßig grundsätzlich möglich.
Aus dem Leistungsangebot können nur komplette Gewerke (Material + Lohnleistung) herausgenommen werden.
Der Bauherr verpflichtet sich, Eigenleistungen so durchzuführen, dass für den weiteren Bauablauf keine Verzögerungen entstehen. Eigenleistungen sind grundsätzlich mit der örtlichen Bauleitung abzustimmen.
Die eventuell bauseits entstehenden Zeitverschiebungen hat der AN nicht zu verantworten, und die Bauzeitgarantie verlängert sich dadurch entsprechend.
Für Eigenleistungen wird keine Gewährleistung, Haftung und Bauleitung übernommen.


XIX. Zusatzleistungen

Bei unterschiedlichen Grundstücksverhältnissen wie Hanglagen, widrige Bodenbeschaffenheit, Grund- oder Schichtenwasser, unvollständiger Erschließung durch Erschließungsträger können zusätzliche Kosten entstehen:

  • Grundstücks- bzw. Baustellenzufahrt
  • Gehwegabsenkungen
  • Baumfällungen bzw. Genehmigungen dazu
  • Baugrundgutachten (immer erforderlich)
  • Kosten für Grundwasserabsenkung und Wasserhaltung
  • Erstellung einer wasserundurchlässigen Stahlbetonplatte oder Stahlbetonwanne
  • Einbau eines Drainagesystems mit Pumpenschacht
  • Anschluss der außerhalb des Gebäudes liegenden Ver- und Entsorgungsleitungen bis an die öffentliche Kanalisation
  • Hausanschlusskosten der Versorgungsunternehmen für Trink und Abwasser, Strom und Gas und Telekom
  • Klär-, Verrieselungs-, Hebe- und Rückstauanlage sowie Pumpen
  • umfangreicherer Bodenaushub / bzw. Austausch
  • Abfuhr überschüssigen Bodens
  • Anfuhr fehlender Bodenmassen
  • Außenanlagen wie Terrassenbefestigung, Gartenarbeiten, Müllboxen, Umzäunungen, Garagen, Carports, Stellplätze und Wegbefestigungen
  • teilweise bedingte Verkehrssperrungen während der Bauzeit.

XXI. Änderungen / Bemerkungen

Eine Unterstützung bei der Koordinierung der einzelnen Medienträger ist in der Standardleistung fandrich Massivhaus enthalten.
Die Anträge für die einzelnen Medien werden durch die Bauherrschaft zur Verfügung gestellt.
Für bauseits gestelltes Material übernehmen wir keine Gewährleistung. Es können Maßtoleranzen entstehen, die nicht zu kompensieren sind.
Eine Änderung der Bau- und Leistungsbeschreibung hinsichtlich Farbgebung und Materialeinsatz ist grundsätzlich in jedem Gewerk gegen Erstattung der Mehrkosten möglich.


XXII. Miettoiletten

Stellung einer Miettoilette für die Dauer der Tätigkeit des Auftragnehmers, durch den AN.


XXIII. Schlussbestimmungen

Risse zwischen Mauerwerken und Gipskartonverkleidungen stellen keinen Mangel dar, da es sich um natürliche Bewegungsrisse zwischen starren (Mauerwerk) und beweglichen Teilen (Holzkonstruktion) handelt.
In die Entwurfs-, Ausführungs- und Bauantragsunterlagen eingezeichnete Einrichtungsgegenstände (z.B. Küchen, Badausstattungen, Kamine etc.) dienen nur der optischen Darstellung. Sie sind nicht im Lieferumfang enthalten, wenn nicht vertraglich vereinbart.
Für den vertraglich festgelegten Festpreis gelten generell die Angaben der Bau-Leistungsbeschreibung, sowie die gesondert aufgeführten gewünschten Mehrleistungen.
Das Haus wird bei Hausübergabe an die Bauherrschaft besenrein übergeben. Eine Endreinigung des Hauses kann gesondert vereinbart werden.